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News 2020

Roth Familienunternehmen hilft bei Eindämmung der Corona-Pandemie

29.04.2020

Dautphetal. Roth Industries aus Dautphetal engagiert sich für die Eindämmung der Corona-Pandemie. Mit einer Spende von 12.000 Mund-Nasenschutzmasken, auch OP-Masken genannt, unterstützt das Familienunternehmen Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste im Hinterland. Zusätzlich spendet Roth 400 Atemschutzmasken für medizinisches Personal im Umgang mit dem Corona-Virus. Sie sind als FFP2 (Filtering Facepiece 2) zertifiziert. Fünf Roth Service-Boxen runden die Spende ab. Sie eignen sich für die hygienische und sichere Entsorgung von getragener Schutzausrüstung bei der Behandlung von Covid-19 Erkrankten.

Frank Fuchs, Geschäftsführer von Roth Hydraulics, ein Tochterunternehmen der Roth Industries, beschaffte die Masken als Koordinator über die eigene Tochtergesellschaft in Taicang, China. Roth kommt für die Kosten der Beschaffung und des Transports auf. Taicang ist rund 50 Kilometer von der Metropole Shanghai entfernt. Die Ware ist bereits über den Frankfurter Flughafen ins Hinterland gekommen. Marion Dersch nahm die 400 FFP2-Masken inklusive Service-Boxen zur Verteilung in der Region in Vertretung von Dr. Birgit Wollenberg, Amtsärztin des Gesundheitsamtes in Marburg, entgegen. Diana Gillmann-Kamm vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf koordiniert die Verteilung der Masken an die Pflegeeinrichtungen der Region. Christin Roth-Jäger und Dr. Anne-Kathrin Roth, Geschäftsführerinnen der Roth Industries, sind sich einig: „Weltweit herrscht aktuell Mangel an Schutzmasken. Um zu helfen, nutzten wir für die Beschaffung der Masken unser Logistiknetzwerk in China. So können wir die Mitarbeiter in der Pflege im Landkreis unterstützen. Ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen, die besonders vor Infektionen mit dem Corona-Virus geschützt werden sollten.“

 
Bei der Spendenübergabe im Manfred Roth Atrium (von links): Diana Gillmann-Kamm vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf, Geschäftsführerin Dr. Anne-Kathrin Roth und Marion Dersch vom Gesundheitsamt.

 Roth Maschinenbau kooperiert mit Hersteller von zertifizierten Masken

Basierend auf Filterfaltmaschinen aus dem Lieferprogramm von Roth Composite Machinery in Burgwald – auch ein Tochterunternehmen der Roth Industries – werden demnächst von einem Kooperationspartner hochwertige FFP2- und FFP3-zertifizierte Atemschutzmasken im Angebot sein. Dabei kann Roth auf Kompetenz und Know-how im Maschinenbau sowie auf einen großen Erfahrungsschatz in der Verarbeitung von Filter- und Vliesmaterialien zurückgreifen. Dr. Anne-Kathrin Roth erläutert: „Der höhere Bedarf an zertifizierten Atemschutzmasken für medizinisches Personal bei der Behandlung von Covid-19 Erkrankten wird noch längere Zeit andauern. Mit unserem neuen Maschinenkonzept bieten wir auf diesem Sektor passende Lösungen.“

 


Hintergrundinformationen

Service-Box: Für die sichere und hygienische Entsorgung von klinischem Abfall bieten die Dautphetaler Roth Werke die Service-Box. Sie eignet sich für die Beseitigung und Transport von festen gefährlichen Gütern in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboratorien, Corona-Testzentren und Arztpraxen. Die handliche Roth Service-Box gibt es mit einem Fassungsvermögen von 170 und 250 Liter.

Atemschutzmasken: Man nennt sie "Filtering Facepiece", abgekürzt FFP und teilt sie in Schutzklassen ein (FFP2 oder FFP3). Diese Masken sind zertifiziert.

OP-Masken: Sie sind aus mehreren Lagen Stoff, wovon eine wie ein Filter wirkt. Die äußere Schicht muss flüssigkeitsabweisend sein. Die Filterwirkung entsteht durch statische Aufladung bei Reibung der Lagen. Sie sind in der EU zugelassen.


Klinikabfälle sicher entsorgen mit der Roth Service-Box

Für Schutzausrüstung bei der Behandlung von Covid-19

06.04.2020

Dautphetal. Für die sichere und hygienische Entsorgung von klinischem Abfall bieten die Dautphetaler Roth Werke die Service-Box. Sie eignet sich für die Beseitigung und Transport von festen gefährlichen Gütern. So kann die Service-Box etwa in der aktuellen Situation für die Entsorgung von getragener Schutzausrüstung bei der Behandlung von Covid-19 Erkrankten zum Einsatz kommen.

Das Gesundheitswesen ist derzeit auf besondere hygienische Maßnahmen angewiesen, um einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken. Klinischer Abfall, der etwa in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboratorien, Corona-Testzentren sowie Arztpraxen entsteht, lässt sich in der Roth Service-Box sicher sammeln. Für zusätzliche Hygiene – auch im Freien – sorgt ein Sicherheitsverschluss aus Metall mit wasserdichter Abdeckung. Integrierte Räder und ein Griff erlauben eine einfache Handhabung, zum Beispiel in Korridoren, Treppenhäusern und Aufzügen. Die Roth Service-Box ist stapelbar – effektiv für Lagerung und Transport.
Der Hersteller von Lager- und Transportbehältern bietet die handliche Roth Service-Box mit einem Fassungsvermögen von 170 und 250 Liter. Sie entspricht der Transportanforderung gemäß UN Nummer 3291: „Klinischer Abfall, unspezifiziert“. Die Behälter sind für den Transport von Gütern der Verpackungsgruppe II und III zugelassen. Gemäß Punkt 2.2.62.1.11.4 des europäischen Abkommens über die internationale Beförderung von Gefahrgut, ADR, sind Güter der UN Nummer 3291 der Verpackungsgruppe II zuzuordnen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bestätigte auf seiner Internetseite, dass medizinische Abfälle, die möglicherweise mit COVID-19 belastet sind, als ansteckungsgefährlicher Stoff der Kategorie B der UN Nummer 3291 zuzuordnen sind.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat hierzu eine Festlegung für die Beförderung in loser Schüttung bekannt gemacht
(Nr. D/BAM/ADR Aktenzeichen 3.3/01 2020 Rev. 1).

 

Erfahrung und Kompetenz in der Behältertechnik
Das Roth Familienunternehmen verfügt über jahrzehntelang aufgebautes Know-how in der Fertigung von Behältern und in der Verarbeitung von Kunststoffen. Dr. Anne-Kathrin Roth erklärte im Namen der Unternehmerfamilie: „Die aktuelle Situation erfordert Produkte, die notwendige hygienische Maßnahmen im medizinischen Alltag unterstützen, um einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus effektiv entgegenzuwirken. Mit der Roth Service Box stellen wir dem Gesundheitswesen ein passendes Produkt für den Umgang mit medizinischen Abfällen zur Verfügung.“ Roth Lagerbehälter stehen für eine hohe Fertigungstiefe, langjährig erprobte und prozesssichere Fertigungsverfahren sowie für Qualität und Service.

 Weitere Informationen zur Roth Service-Box finden hier.

 

 

Produkte in Leichtbauweise sind energieeffizient und überzeugen

mit CO2-Bilanz

13.03.2020

Dautphetal. Im Leichtbau bieten Faserverbundwerkstoffe ein großes Potenzial zur Gewichtseinsparung. Bei hervorragenden mechanischen Eigenschaften leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung. Technologien wie die Faserwickeltechnologie ermöglichen Leichtbau-Komponenten für zahlreiche Industriezweige. Das Roth Familienunternehmen nutzte Synergien der eigenen Firmengruppe für die Entwicklung des Wärmespeichers Thermotank Quadroline aus Kunststoff in Faserwickeltechnologie. Er kommt in der Gebäudetechnik als druckfester Warmwasserspeicher zum Einsatz.

Der innovative Kunststoff-Wärmetank kann direkt in Heizungssysteme mit einem dauerhaften maximalen Anlagenbetriebsdruck bis zu 3 bar eingebunden werden. Er wiegt nur etwa ein Drittel eines vergleichbaren Stahlspeichers – das vereinfacht Transport und Montage. Dabei überzeugt nicht nur seine Leichtigkeit, sondern auch die Energiebilanz. Das Kunststoff-Composite-Material erzielt eine deutlich bessere Wärmedämmung. Ein stabiler Außenmantel aus einer EPS-Hochleistungsdämmung minimiert effizient Wärmeverluste. Der Roth Thermotank erhielt in seiner Ausführung mit dem Thermocoat plus das Energielabel A. Er ist weltweit der erste Kunststoff-Composite-Wärmespeicher, der als Druckbehälter in Verbundtechnologie ausgeführt ist.


Das Roth Familienunternehmen nutzt Synergien in der Roth Gruppe zur Herstellung von Wärmespeichern für die Gebäudetechnik im Filament Winding Verfahren am Standort der Roth Werke GmbH in Dautphetal.

Sebastian Herrmann, Geschäftsleiter bei Roth Plastic Technology in Wolfgruben, erklärte: „Der Thermotank Quadroline ist ein gutes Beispiel für die Nutzung von Synergien im Roth Familienunternehmen. Bei Entwicklung und Herstellung des Speichers brachten verschiedene Roth Unternehmen ihre Kompetenzen mit ein. Der Thermotank vereint jahrelanges Know-how in Faserwickeltechnologie, Blastechnologie, Spritzgussverfahren, Kunststoffschweißen und Schäumen.“ Selbst die Anlage zur Herstellung des Thermotank am Standort der Roth Werke in Buchenau entstand in der Unternehmensgruppe: Roth Composite Machinery aus Steffenberg entwickelt maßgeschneiderte Fertigungslösungen für die Herstellung von Leichtbauteilen im Filament Winding Verfahren.

Die CO2-Bilanz spricht für sich
Die CO2-Bilanz ermittelt einen Gesamtwert an Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die das Produkt direkt und indirekt verursacht. Roth untersuchte die CO2-Bilanz des Wärmespeichers Thermotank am Beispiel eines 500-Liter Pufferspeichers mit der Energieeffizienzklasse B im Vergleich zu einem Standard-Stahlspeicher mit den gleichen Eigenschaften. Demnach beträgt der CO2-Material-Fußabdruck für den Stahlspeicher rund 278 Kilogramm CO2 pro Produkt. Im Vergleich dazu ergab die Berechnung für den Roth Kunststoff-Wärmetank etwa 174 Kilogramm CO2 pro Produkt und somit rund 60 Prozent weniger Treibhausgasbelastung pro Behälter.


Der Kunststoffspritzguss-Flansch mit Metalleinleger für den Thermotank fertigt Roth Plastic Technology in Wolfgruben.


Die Roth Untersuchung erfolgte in Übereinstimmung mit den Vorgaben des sogenannten Greenhouse Gas Protocol (GHG). Das Regelwerk gibt internationale Standards für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen für Unternehmen vor. Das GHG unterteilt die Berechnung in drei Bereiche, die „Scope“ heißen. Die Berechnungen für die beiden Speicher basieren auf Scope 3, Kategorie 3.1 (Rohstoffe und Vorbereitung). Sie betrachtet den Schwerpunkt der unternehmerischen Treibhausgasbilanz: alle Emissionen von der Gewinnung der Rohmaterialien über die Weiterverarbeitung bis zu Herstellung und Transport zur Produktionsstätte. Die Produktion des Thermotanks erzeugt keine indirekten Emissionen, die mit der Erzeugung von Elektrizität oder Fernwärme verbunden sind (Scope 2), da das Unternehmen Ökostrom bezieht. Es ist nach dem Umweltmanagement-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert und veröffentlicht regelmäßig eine Umwelterklärung mit Angabe der direkten und indirekten CO2-Emissionen (Scope 1 und Scope 2). Mehr Informationen gibt es unter www.roth-plastic-technology.de und www.roth-werke.de.

Substitution mit Kunststoff zahlt sich für die Umwelt aus
Am Beispiel des Roth Wärmespeichers wird deutlich, dass der Einsatz von Kunststoff je nach Anwendung nachhaltig sein kann. Zum einen zeigt der CO2-Fußabdruck, dass bereits die Herstellung umweltschonender ist, als die von Standard-Stahlspeichern. Zudem spart der Kunststoff-Speicher aufgrund seiner Bauart im jahrelangen Betrieb Energie ein und ist somit doppelt umweltfreundlich. Auf Wunsch unterstützen die Fachleute von Roth Plastic Technology OEM-Partner mit der Berechnung von CO2-Bilanzen für ausgewählte Produkte.


Der Roth Thermotank Quadroline eignet sich für die Kombination mit umweltfreundlichen Energieerzeugern wie etwa Wärmepumpen.

Leichtbautechnologie schont die Ressourcen
Hohe Zugfestigkeit, Kraftaufnahmefähigkeit und Korrosionsfreiheit machen Faserverbundkunststoff-Produkte für zahlreiche Anwendungen interessant – nicht nur in der Hausenergietechnik. Ein wesentlicher Vorteil von Faserverbund-Bauteilen ist das Leichtbaupotenzial. Im Vergleich zu herkömmlichen Werkstoffen wie Stahl sind enorme Einsparungen möglich. In der Luft- und Raumfahrttechnik und in der Automobilindustrie ist das ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf Ressourcenschutz und Energieeffizienz. In diesen Branchen wirkt sich der Leichtbau direkt auf den Kraftstoffverbrauch und auf die Emissionswerte aus.


Der Roth Thermotank Quadroline eignet sich für die Kombination mit umweltfreundlichen Energieerzeugern wie etwa Wärmepumpen.

 

Roth hat EMAS Zertifizierungsaudit erfolgreich bestanden

30.01.2020

Dautphetal. Die Roth Werke in Buchenau und Roth Plastic Technology in Wolfgruben bestanden erfolgreich das Überwachungsaudit nach dem Umweltaudit-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme).

Der Umweltgutachter Frank Meckel unterzeichnete im Dezember 2019 die Roth Umwelterklärung und bescheinigte, dass die Daten und Angaben in der Umwelterklärung ein verlässliches, glaubhaftes und wahrheitsgetreues Bild der Tätigkeiten an beiden Roth Standorten wiedergeben. Roth ist seit 2010 nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert und entwickelte ein eigenes Umweltmanagementsystem mit ehrgeizigen Zielen in mehreren Kategorien.

 
Roth hat das Überwachungsaudit nach EMAS mit Erfolg bestanden, von links: Hartmut Gojdka, Umweltmanagementbeauftragter bei Roth und Geschäftsführerin Christin Roth-Jäger.

Klimaschutz ist Teil der Unternehmensgrundsätze
„Für uns als Familienunternehmen spielen Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen eine große Rolle und sind fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie“, hob Roth Geschäftsführerin Christin Roth-Jäger hervor.
Bereits seit 2017 produziert Roth am Standort Wolfgruben klimaneutral. Dort sowie am Standort Buchenau bezieht das Unternehmen zu 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft. Roth verstärkte zudem seine Fahrzeugflotte für den regionalen Geschäftsverkehr mit Elektroautos. Die Geschäftspost wird klimafreundlich versendet. Die beim Versand entstehenden Treibhausgase werden durch eine Abgabe für Klimaschutzprojekte neutralisiert. Im Jahr 2018 zeichnete das Bundesumweltministerium Roth mit dem nationalen Umweltpreis aus. Der parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold lobte das Engagement des Familienunternehmens für den Klimaschutz.

Zur Roth Umwelterklärung geht es hier.

 Hintergrundinformation EMAS
Das Umweltaudit-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) gilt als eine der strengsten Verordnungen im Umweltschutz. Sie ist ein von den europäischen Gemeinschaften im Jahr 1993 entwickeltes Instrument für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung von Unternehmen, die ihre Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern wollen. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems und die Abläufe entsprechen der ISO 14001.

 

Mehr Praxisbezug in der Ausbildung mit Roth „Smart Factory“

Auszubildende erhalten Zusatzqualifikation

22.01.2020

Dautphetal. Um die Auszubildenden für die moderne Arbeitswelt vorzubereiten, entwickelte Roth Industries das Projekt „Smart Factory“. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen in Unternehmen sowie digitale Anwendungen in der Produktion (Industrie 4.0) entwickeln sich teils rasant. Damit Schritt zu halten ist eine große Herausforderung für Fachkräfte.

„Deshalb ist es wichtig, bereits in der Ausbildung das Bewusstsein dafür zu schärfen, die eigenen Kompetenzen zeitgleich mit dem technologischen Fortschritt weiterzuentwickeln“, erklärte Michael Donges, Personalleiter beim Roth Familienunternehmen. „Um die neuen digitalen Arbeitsmethoden zu schulen und mit Praxisbezug anzuwenden, haben wir mit Smart Factory ein innovatives Ausbildungskonzept geschaffen. Zudem erleben unsere Auszubildenden hautnah, was autonomes abteilungsübergreifendes Arbeiten heißt und wie ihre Fähigkeiten durch selbstorganisiertes Lernen wachsen“, so Michael Donges weiter.

 

Die Teammitglieder des Ausbildungsprojekts „Smart Factory“ blicken auf eine erfolgreiche Zeit zurück und verabschieden die Senioren Felix Paplauer, Fabio Freund, Mareike Bülte und Jannik Schmidt.

Smart Factory: Ein Unternehmen im Unternehmen
Unter der Federführung von Hartmut Heck, Leiter der zentralen Ausbildung und Dr. Michael Schröder, Leiter des Innovationsmanagements sowie des Personalleiters entstand das Ausbildungskonzept „Smart Factory“ im Frühjahr 2019. Sie stellten ein Team von acht Auszubildenden aus vier verschiedenen Berufen des ersten (Junioren) und zweiten Ausbildungsjahres (Senioren) zusammen, die ein Unternehmen im Unternehmen gründeten. In der Gruppe sind Elektroniker, Industriekaufleute, Industriemechaniker und technische Produktdesigner. Ihre Startinvestition war ein 3D-Drucker für die additive Fertigung mit der Zielsetzung: Aufträge für 3D-gefertigte Produkte aus den verschiedenen Roth Unternehmen und Abteilungen zu akquirieren, zu bearbeiten und dabei mindestens kostendeckend zu wirtschaften. Den 3D-Drucker bauten die Auszubildenden eigenständig unter der Aufsicht von Hartmut Heck auf und nahmen ihn in Betrieb. Das „Smart Factory“ Team stellte Ersatzteile für Fertigungslinien, Prototypen von Produkten und Kleinteile für ganze Baugruppen her. Dabei mussten sie den gesamten betriebswirtschaftlichen Arbeitsprozess bearbeiten – von der Machbarkeitsanalyse über die Kostenkalkulation, die Angebots- und Auftragsabwicklung, die Produktion bis hin zur Finanzbuchhaltung und der strategischen Entscheidung, wie eine Rendite für zukünftige Investitionen nutzbringend dem Unternehmen zurückgeführt wird. Das interdisziplinäre Arbeiten fördert die Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz schon in der Ausbildung und bereitet die zukünftigen Fachkräfte auf die Praxis vor.

Die nächste Generation hat schon begonnen
Die Mitarbeit in „Smart Factory“ ist eine Zusatzqualifikation für digitale Kompetenzen und selbstorganisiertes Lernen im Team unter der Leitung der Roth Ausbilder. Das Projekt geht im Jahr 2020 nahtlos weiter. Die Junioren übernehmen die Rolle der Senioren und eine neu berufene Generation Junioren arbeitet sich in ihre Aufgaben ein. Die ausscheidenden Senioren Mareike Bülte, Fabio Freund, Felix Paplauer und Jannik Schmidt haben von „Smart Factory“ viel mitgenommen. „Wir haben ein Pilotprojekt in eine kleine Unternehmensstruktur umgewandelt und Theorien in die Wirklichkeit umgesetzt. Selbstständigkeit, Teamarbeit und das Miteinander werden deutlich gefördert“, sagt Jannik Schmidt. Auch Mareike Bülte ist überzeugt: „Smart Factory war eine tolle Chance, sich weiterzuentwickeln. Wir konnten unsere Fähigkeiten in der Selbstorganisation, im Umgang mit Herausforderungen und im Zeitmanagement verbessern.“
Fabio Freund hob hervor: „Wir haben uns hauptsächlich mit der Montage, dem Betreiben und der Digitalisierung von 3D-Druckern beschäftigt. Dieses Thema wird meiner Meinung nach in Zukunft eine immer größere Rolle in der Industrie spielen. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen war spannend, da man als gewerblicher Azubi interessante Einblicke in die Aufgaben der kaufmännischen Azubis bekam. Ich finde das Projekt sehr gelungen und kann die Teilnahme jedem Azubi empfehlen.“

  

Simon Hippenstiel, Jennifer Hambel, Fabian Buckler und Marcel Seeboth präsentieren einige Teile, die das Smart Factory Team hergestellt hat.